Ammonium - schnelle und robuste Bestimmung nach aktuellen ISO-, EPA- und ASTM-Normen durch Direktmessung
29.07.2019

Chemical analysis solutions from Metrohm for wastewater treatment plant

Die Bestimmung von Ammonium ist eine der wichtigsten Anwendungen für Bereiche wie Wasser- und Abwasseranalyse, Düngemittel und andere. Das Metrohm Application Bulletin AB-133 beschreibt die Bestimmung von Ammonium durch Ionenmessung nach ISO 6778, EPA 359.2, EPA 305.3 und ASTM D1426. Tipps & Tricks zum Umgang mit möglichen Störungen, zur Probenvorbereitung und zum Umgang mit der ammoniakionenselektiven Elektrode werden ebenfalls behandelt

Es gibt zwar photometrische Verfahren für Ammonium, die aber recht zeitaufwendig sind (bis zu 90 Minuten Reaktionszeit). Darüber hinaus ist die photometrische Bestimmung in trüben Lösungen immer eine Herausforderung
Die Bestimmung durch direkte Messung mit einer ionenselektiven Elektrode ist dagegen schneller und robuster. Somit können Messungen auch in Abwasser, Flüssigdünger und Urin sowie in Bodenextrakten problemlos durchgeführt werden.

Die Bestimmung von Ammoniak in Ammoniumsalzen, des Salpetersäuregehaltes in Nitraten und des Stickstoffgehaltes organischer Verbindungen mit der ionenselektiven Ammoniakelektrode basiert auf dem Prinzip, dass das Ammoniumion unter Zusatz überschüssiger Natronlauge als Ammoniakgas freigesetzt wird:

NH4+ + OH → NH3 + H2O

Die äußere Membran der Elektrode lässt das Ammoniak durchdiffundieren. Die Änderung des pH-Wertes der inneren Elektrolytlösung wird durch eine kombinierte Glaselektrode überwacht. Ist der zu messende Stoff nicht in Form eines Ammoniumsalzes vorhanden, muss er zunächst in ein solches Salz umgewandelt werden. Dazu werden organische Stickstoffverbindungen, insbesondere Aminoverbindungen, nach Kjeldahl durch Erhitzen mit konzentrierter Schwefelsäure aufgeschlossen. Dabei wird der Kohlenstoff zu Kohlendioxid oxidiert, während der organische Stickstoff quantitativ in Ammoniumsulfat umgewandelt wird.

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